Zwischen Erdung und Weite- mein Weg zur Yogalehrerin
Manchmal beginnen die wichtigsten Wege ganz leise.
Nicht mit einem großen Entschluss, nicht mit einem klaren Plan, sondern mit einem Gefühl. Ein Gefühl, dass da mehr ist. Mehr Tiefe. Mehr Verbindung. Mehr von dem, was sich wirklich nach dir anfühlt.
Auch mein Weg zum Yoga war kein gerader.
Es war eher ein langsames Annähern. Ein Wiederfinden. Ein Zurückkommen. Zurück in meinen Körper. Zurück in meinen Atem. Zurück zu mir.
Ich habe lange funktioniert. Im Alltag, im Kopf, im Außen.
Und vielleicht kennst du das auch- dieses Gefühl, ständig „irgendwo unterwegs“ zu sein, aber nie ganz bei dir anzukommen. Yoga hat mir gezeigt, dass es nicht darum geht, noch mehr zu erreichen. Sondern darum, wieder zu spüren.
Mit jeder Stunde, mit jedem Atemzug, mit jeder Bewegung ist etwas in mir ruhiger geworden. Und gleichzeitig weiter.
Denn genau das ist es, was mich am Yoga so berührt: Diese Verbindung aus Gegensätzen.
Erdung und Weite. Stabilität und Leichtigkeit. Halten und Loslassen.
Meine Ausbildung zur Yogalehrerin war deshalb nicht nur ein Lernen aus Asanas oder Abläufen. Sie war ein Prozess. Ein ehrlicher Blick nach innen. Ein Hinterfragen. Ein Wachsen.
Und manchmal auch ein Stolpern.
Aber genau darin lag so viel Wahrheit.
Ich habe gelernt, dass ich nicht perfekt sein muss, um Raum für andere zu halten. Dass Echtheit mehr verbindet als Perfektion. Und dass Vertrauen nicht entsteht, wenn alles sicher ist- sondern wenn wir uns trotzdem zeigen.
Heute darf ich genau das weitergeben.
Nicht als jemand, der „alles weiß“. Sondern als jemand, der selbst unterwegs ist.
Meine Stunden sind ein Raum. Ein Raum, in dem du nichts leisten musst. In dem du nicht funktionieren musst. In dem du einfach da sein darfst. Mit allem, was gerade ist.
Ich arbeite mit Atem. Mit Bewegung. Mit Worten. Und vor allem mit dem, was zwischen all dem entsteht: Verbindung.
Vielleicht spürst du beim Lesen, dass dich etwas daran berührt. Dann ist das kein Zufall. Ich glaube daran, dass wir alle die Fähigkeit in uns tragen, wieder bei uns anzukommen. Und dass genau dort unsere Kraft liegt.
Zwischen Erdung und Weite. Zwischen Innen und Außen. Zwischen dem, was war und dem, was entstehen darf.
Ich freue mich, wenn ich dich ein Stück auf diesem Weg begleiten darf.