Losgehen
Manchmal gehen wir für etwas los, ohne zu wissen, wo es uns hinführt.
Nicht, weil wir einen festen Plan haben – sondern weil da etwas in uns ist, das gehört werden möchte.
Meine Yoga-Ausbildung ist genau so ein Weg für mich.
Nicht entstanden aus dem Wunsch, etwas zu werden, sondern aus der Sehnsucht, mir selbst näher zu kommen.
Es ist nicht immer leicht.
Es bedeutet Organisation, Abschiede auf Zeit, innere Reibung.
Es bedeutet auch, Rollen neu zu sortieren – und manchmal auszuhalten, dass Wachstum nicht leise passiert.
Und trotzdem weiß ich: Es ist richtig.
Nicht, weil alles glatt läuft, sondern weil ich mich ernst nehme.
Als Kind hatten wir Träume, ganz selbstverständlich.
Wir sind losgegangen, ohne zu wissen, ob wir ankommen.
Als Erwachsene haben wir oft verlernt, uns diese Bewegung zu erlauben – besonders dann, wenn Verantwortung da ist.
Für mich ist dieser Weg kein Gegenentwurf zum Mama-Sein, zum Alltag oder zu Beziehungen.
Er ist ein Teil davon.
Ich weiß nicht, wohin er mich langfristig führt.
Vielleicht werde ich unterrichten, vielleicht nicht.
Aber ich weiß, dass er etwas mit mir macht – und für mich.
Und manchmal ist genau das genug:
etwas zu tun, das der eigenen Seele entspricht.
Nicht, um etwas zu beweisen.
Sondern um lebendig zu bleiben.